Dienstmotorwagen

Xe 2/2 2051

Bereits ab 1935 diente der ehemalige Muster-Motorwagen Ce 2/2 22 für Rangieraufgaben in der Hauptwerkstätte Klybeck der Basler Strassenbahnen (B.St.B.). Allerdings war er noch als Personen-Motorwagen im Bestand und trug auch seine alte Nummer 22. Offiziell zum Dienstwagen wurde er erst am 26. Oktober 1949, als er die Bezeichnung Xe 2/2 2051 erhielt.

Xe 2/2 513

Verschiedene Umstände führten 1912 zur Anschaffung eines dritten Wasserspreng-Motorwagens durch die Basler Strassenbahnen (B.St.B.). Für das neue Fahrzeug holten die B.St.B. bei der Schweizerischen Wagonsfabrik Schlieren A.G. (SWS) zwei Offerten ein, nämlich eine für einen zweiachsigen Wagen mit acht Kubikmeter Fassungsvermögen sowie eine für einen Drehgestellwagen mit einem Zwölf-Kubikmeter-Kessel.

Xe 2/2 2000, 2002, 2005, 2010, 2012–2014, 2015

Am Ende ihrer wirtschaftlichen Lebensdauer angelangte Strassenbahnwagen wurden nicht immer gleich verschrottet, sondern häufig – mehr oder weniger stark umgebaut – für betriebsinterne Zwecke weiterverwendet. Als sogenannte Dienstwagen erfüllten sie oft noch über viele Jahre hinweg verschiedenste Aufgaben. Aus der grossen Motorwagen-Serie von 1900 (Ce 2/2 51 bis 83, später Nrn. 23 bis 55) verwendeten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) ab 1949 gleich acht Exemplare für betriebsinterne Aufgaben weiter.

ZAGRO E-MAXI M Nr. 2400

Für Rangieraufgaben im Industriezentrum Klybeck beschafften die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) im Jahre 2019 ein batterie-elektrisches Zweiweg-Rangiergerät vom Typ E-MAXI M des deutschen Herstellers ZAGRO Bahn- und Baumaschinen GmbH in DE-Bad Rappenau-Grombach. Der ZAGRO E-MAXI M mit der BVB-internen Betriebsnummer 2400 konnte ungebremste Anhängelasten von bis zu 200 Tonnen bewegen.

Xe 2/2 2016

Im Jahr 1967 entstand ein besonderes Fahrzeug, indem der lediglich 2’100 Millimeter breite Wagenkasten des Be 2/2 145 (ehemals Ce 2/2 160) auf das mit Druckluftbremse ausgerüstete Untergestell des etwas jüngeren Be 2/2 172 gesetzt wurde. Nach lediglich kurzer Zeit im Einsatz für die Fahrgastbeförderung ersetzte der «neue» Be 2/2 172 ab November 1969 in der Werkstätte Klybeck den dort stationierten Rangier-Motorwagen Xe 2/2 2016 (ex Be 2/2 142).

Xe 2/2 2018, 2019

In den Depots der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) waren noch lange Zeit regelmässig Tramzüge aufzulösen oder neu zu bilden sowie Anhänger umzustellen. Für solche Rangieraufgaben oder für Überführungen von Anhängewagen zwischen den Depots standen spezielle Rangier-Motorwagen zur Verfügung. Dabei handelte es sich um aus dem Fahrgastbetrieb zurückgezogene Personen-Motorwagen, die lediglich in geringem Masse an die neuen Aufgaben angepasst worden waren. Um ältere, zunehmend störungsanfällige Rangierwagen ablösen zu können, baute die Hauptwerkstätte der BVB zu Beginn der Siebzigerjahre wiederum einige zweiachsige Motorwagen entsprechend um, darunter die Be 2/2 156 und 170.

Xe 2/2 2006, 2016

Aus der Motorwagen-Serie Be 2/2 137–148 (ex Ce 2/2 152–163) von 1914 wurden zwei Fahrzeuge nach ihrem Ausscheiden aus dem Regeldienst als Dienst-Motorwagen weiterverwendet. In den Monaten Dezember 1968 und Januar 1969 erfolgte im Depot Dreispitz der Umbau des Be 2/2 146 zu einem Werkzeugmotorwagen für die Fahrleitungsabteilung mit der Bezeichnung Xe 2/2 2006. Der Rangier-Motorwagen Xe 2/2 2016 entstand aus dem Be 2/2 142.

Xe 4/4 2330 «Suugerli»

Als Ersatz für den Xe 2/2 2030 bestellten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) bei der Firma Windhoff in DE-Rheine ein neues Schienenpflegefahrzeug vom Typ SRF 60 EH. Der Abteilung BU zugeordnet erhielt es die Nummer 2330. Der Mitte 1995 in Betrieb gesetzte Wagen erhielt zu Beginn des Jahres 1997 den Namen «Suugerli».

Xe 2/2 2015

Im Februar 1978 erlitt der alte Werkzeug-Motorwagen der Fahrleitungsabteilung (Xe 2/2 2006) einen Bremsdefekt. Da zu jener Zeit genügend besser erhaltene Personen-Motorwagen vorhanden waren, die mit geringem Aufwand zu Dienst-Motorwagen umfunktioniert werden konnten und erst noch über eine Druckluftbremsanlage verfügten, verzichteten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) auf eine Reparatur des Xe 2/2 2006. Für dessen Ersatz wählte man den Be 2/2 208 aus, der somit als einziger der Serie 207–216 sein Gnadenbrot als Dienst-Motorwagen verdienen durfte.

Xe 2/2 2017

Der bereits seit 1962 mit 7-poligen SAAS-Steckdosen für modernes Rollmaterial ausgerüstete Be 2/2 200 aus der Serie Be 2/2 193–200 wurde auf den 2. September 1968 gänzlich aus dem Personenverkehr zurückgezogen und im Frühjahr 1969 mit der neuen Bezeichnung Xe 2/2 2017 in den Dienstfahrzeugbestand eingereiht.

Xe 2/2 2060

Ein Mangel bei Wagenführerinstruktionen bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) war, dass am Rollmaterial häufig vorkommende technische Störungen und das richtige Verhalten darauf nur theoretisch erklärt werden konnten. Wenn auch während der praktischen Ausbildung auf den Wagen bei jeder Gelegenheit auf vorkommende Störungen und auf das Verhalten in solchen Situationen hingewiesen wurde, so fehlte es doch am praktischen Erleben.

Xe 2/2 2001

Als Ersatz für den altersschwachen Werkzeug-Hilfsmotorwagen Xe 2/2 2001I des Depots Dreispitz wurde der Ce 2/2 70 entsprechend angepasst. Umgezeichnet zum neuen Xe 2/2 2001II war dieser somit der einzige seiner Serie (Ce 2/2 57–70), der nach seiner aktiven Zeit als Dienstfahrzeug weitere Verwendung fand.

Xe 2/2 587–589

Im März 1926 setzten die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) einen neuen Dienst-Motorwagen mit der Bezeichnung Xe 2/2 588 in Betrieb. In den Jahren 1927 und 1931 folgte je ein baugleiches Fahrzeug nach (Xe 2/2 587 und 589). Die Vielzweckfahrzeuge waren in erster Linie bestimmt für den Transport schwerer Gegenstände und für die Traktion von Bauzügen, dienten aber auch zur Entfernung von Schienenriffeln, zum Auskratzen der Rillenschienen, für die Schneeräumung und zum Streuen von Auftausalz.

Xe 2/2 596 «Putz-Emmeli»

Das im Jahre 1922 von der Bauabteilung der Basler Strassenbahnen (B.St.B.) beschaffte Vielzweckfahrzeug mit der Bezeichnung Xe 2/2 596 diente ausser für das Schleifen der Schienenköpfe auch zur Beseitigung von Schmutz, der sich in den Rillenschienen ansammelte, sowie zur Schneeräumung im Winter.

Xe 2/3 111, 113

Der Ce 2/3 4 der Birseckbahn AG (BEB) wurde 1953 aus dem Personenverkehr zurückgezogen und als Dienstwagen vorwiegend für den Fahrleitungsunterhalt verwendet. Die neue Bezeichnung Xe 2/3 111 (angeschrieben X 111) sowie einen roten Dienstwagen-Anstrich erhielt er jedoch erst Ende 1956. Grössere Umbauten für den neuen Verwendungszweck wurden nicht vorgenommen.

Xe 2/2 112

Der Ce 2/2 5 war ab 1944 der einzige verbliebene Zweiachs-Motorwagen der Birseckbahn AG (BEB). Alle anderen Motorwagen sind zu Dreiachsern umgebaut worden. Das Fahrzeug fand in den folgenden Jahren praktisch ausschliesslich für bahninterne Zwecke Verwendung. Es erhielt die entsprechende Dienstwagen-Bezeichnung Xe 2/2 112 und den für die BEB typischen, roten Dienstwagenanstrich jedoch erst Ende 1963.

Xe 2/3 111, 113

Die beiden dreiachsigen Dienst-Motorwagen Xe 2/3 111 und 113 der Birseckbahn AG (BEB) gingen 1974 an die neu gegründete Baselland Transport AG (BLT) über. Allerdings war der Xe 2/3 111 schon im Oktober 1973 zum historischen Fahrzeug deklariert worden und nicht mehr im Einsatz. Hingegen fand der Xe 2/3 113 bei der BLT noch gelegentlich Verwendung.

Xe 2/2 112

Im Zusammenhang mit der Fusion der Basler Vorortsbahnen zur Baselland Transport AG (BLT) wechselte 1974 auch der Dienst-Motorwagen Xe 2/2 112 den Eigentümer. Der Wagen der ehemaligen Birseckbahn AG (BEB) entstand anno 1963 durch Umbau des zweiachsigen Personen-Motorwagens Be 2/2 5 aus dem Jahre 1905.

Städtische Verkehrsbetriebe Bern / BERNMOBIL

Nachdem in Bern bereits Tram-Anhänger aus Zürich, Trolleybusse aus Neuenburg und Autobusse aus Genf, Dietikon und Baden/Wettingen verkehrten, sahen sich die Städtischen Verkehrsbetriebe Bern (SVB) 1994 dazu gezwungen, auch aus Basel gebrauchte Fahrzeuge zu erwerben. Mit diesen Wagen sollte auf der Linie 9 der Anhängerbetrieb ermöglicht werden, um in Spitzenzeiten das Intervall von vier auf fünf Minuten ausdehnen und somit zwei Kurse einsparen zu können.

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